Erziehung

Sicherung der Erziehungsarbeit,
besonders in Zusammenarbeit mit den Eltern

Im Bereich Erziehung gibt es seit Jahren eine gute Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus.

Einen großen Schwerpunkt unserer Arbeit legen wir auf individuelle Beratungen der Eltern auch in Erziehungsfragen. Immer wieder nehmen Eltern unsere Hilfe, etwa auch bei der Vermittlung an Beratungsstellen aller Art gerne an. Zum Thema ADHS fand sich eine betroffene Mutter bereit und schilderte in einer schulinternen Fortbildung die Symptome ihres Kindes aus Familiensicht.

Es gab mehrere Schwerpunkte in den vergangenen Jahren, die das Kollegium im Bereich Erziehung gemeinsam thematisierte:

Seit einigen Jahren gibt es für die zwei Nachbarschulen "Saatschule" und "Auf der Emst" die Zusammenarbeit mit allen Kindergärten und Pfarrern vor Ort im "Bündnis Erziehung". Eine Kollegin unserer Schule brachte durch ihre Mitarbeit die Regeln für ein kinderwürdiges Zusammenleben auf dem Hintergrund der „Konvention über die Rechte der Kinder" der Vereinten Nationen in unser Kollegium ein und stellte sie auch in der Schulkonferenz vor.

Diese Regeln bildeten den Hintergrund für die Überarbeitung unserer Schulregeln und Klassenregeln. Außerdem arbeiteten wir Konsequenzen bei Nichteinhaltung ein.

Auch erhielten wir Impulse zur Überarbeitung unserer Schulregeln im Anschluss an unsere intensiven Fortbildungen zum Thema "Mediation - wir lernen anders streiten": Wenn Kinder ernst genommen werden in ihren Rechten und Pflichten, dann sind sie auch in der Lage, selbst Streit und Konflikte mit dem entsprechenden Handwerkszeug zu lösen.

Die intensive Auseinandersetzung und Ausbildung eines jeden Kollegen unserer Schule im Schuljahr 2002/2003 als Mediator und Mediatorin führte zu einem weiteren Schwerpunkt unseres Schulprogramms: Die Mediation ist nun Bestandteil des Klassen- und Fachunterrichts geworden. Es gibt unterschiedliche inhaltliche Bausteine für jedes Schuljahr, auf die sich das Kollegium geeinigt hat. Außerdem haben wir einen Friedensraum in der Schule eingerichtet, ein Friedenshäuschen mit Elternhilfe auf dem Schulhof und es gibt eine feste Mediationsstunde im Stundenplan der Schule, zu der sich Kinder anmelden können. Eine Kollegin ist verantwortlich für die Durchführung der Mediationen und kümmert sich auch um Beschaffung von Materialien und Büchern zum Thema.

Jeweils vor den Klassenpflegschaftssitzungen des zweiten Halbjahres werden die Eltern der neuen Kinder in den ersten Klassen zum Thema informiert, meist erleben sie mit großem Interesse auch die Vorführung einer Mediation in ihrem Ablauf mit der Mediatorin und zwei Kindern, die sich freiwillig bereit erklären.

Das Thema Suchtprävention als Aspekt der Gesundheitserziehung greift Inhalte der Mediation auf und verstärkt sie. Verschiedene Aspekte der Suchtvorbeugung an unserer Schule wurden thematisiert. Mögliche Anregungen und Hilfen für die Unterrichtsgestaltung stehen in einem Ordner im Lehrerzimmer dem Kollegium zur Verfügung.

Im Schuljahr 2001/02 hat das Kollegium in intensiver Zusammenarbeit mit den Eltern eine Broschüre zum Thema "Lernen lernen" zusammengestellt. Es wurde zu den unterschiedlichen Themen des Heftes arbeitsteilig gearbeitet, ein talentierter Vater übernahm gerne die Illustration dieser Broschüre.

Die Kinder müssen sie ab dem zweiten Schuljahr wie ein Buch im Unterricht bereithalten, Lehrer und Lehrerinnen arbeiten je nach Bedarf thematisch darin. Für die ersten Klassen gibt es zunächst ein zusammenfassendes Arbeitsblatt zum Thema. Eine Überarbeitung der Broschüre ist im Anschluss an eine Evaluationsabfrage aller Eltern und des Kollegiums sinnvoll.

Auch die religiöse Erziehung und die gemeinsame Verantwortung für Kinder in der heutigen Welt, deren Bedingungen für das Durchleben der Kindheit wesentlich schwieriger sind als es unsere vor Jahrzehnten waren, ist fest verankert im Schulprogramm der Saatschule.

So sind neben religiösen Elementen im Unterricht auch Gottesdienste - ökumenisch und konfessionell - in einem vereinbarten Plan selbstverständlich.

Das Engagement für Kinder auf anderen Kontinenten, zu denen wir seit Jahren durch organisierte Patenschaften Kontakte pflegen, wird regelmäßig zum Herbst aktualisiert. Die Schulfamilien werden zur finanziellen Unterstützung aufgerufen.

Die Sicherheit unserer Schulkinder auf ihren Schulwegen im Verkehr oder auch in Extremsituationen wie der eines Brandes wird in jedem Schuljahr und in jeder Klassenstufe immer wieder aufgegriffen. Übungen im Straßenverkehr, zu Fuß, im Bus oder mit dem Rad werden ebenso mit den Eltern besprochen wie die Feueralarmübungen. Wichtig ist uns bei diesen Themen aber, auf die Vorrangigkeit dieser Erziehungsaspekte im Elternhaus hinzuweisen.

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